The Story of Spirituals & Gospel - Die afrikanischen Wurzeln |
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Spirituals
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Im traditionellen Afrika fand das Musizieren grundsätzlich in der Gemeinschaft statt; die Trennung von Interpreten und Zuhörern war nicht bekannt. Musik und Tanz gehörten zusammen. Musik war eng mit allen Vorgängen im Leben der Gemeinschaft verwoben. Wir kennen Arbeitslieder, religiöse Tänze und Gesänge, Wiegenlieder, erotische Tanzlieder, Balladen und Märchenlieder, Kriegsgesänge, Liebeslieder und viele andere, die mit ganz bestimmten Handlungen, Vorgängen oder Absichten verknüpft sind. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass das Leben in Afrika von der Geburt bis zur Totenfeier von Musik, Gesang und Tanz begleitet war. Der afrikanische Rhythmus ist von einer grossen Komplexität. Afrika kennt kaum eine melodische Entwicklung. Entsprechend werden beim Gesang kleine Motive variiert oder wiederholt. Alles ist Improvisation, die Phrasen des Vorsingers werden entweder vom Chor wörtlich oder mit eigenen Phrasen beantwortet.
Die Skala der Klangfarben und Klangmöglichkeiten enthält alle Zwischenstufen von einer auch für europäische Ohren angenehmen Weichheit und Zartheit bis zum expressiven, ekstatischen, rauhen und unreinen Schrei. Diese Breite der Veränderlichkeit von Ton blieb auch in den afro-amerikanischen Musikformen erhalten. |